AIMORPHA
MEMORY

KI-Agenten anbinden

Ein KI-Agent wie Claude Code kann Ihre Wissensdatenbank direkt benutzen: Er sucht darin, lässt sich Fragen beantworten, listet Dokumente auf und lädt auf Wunsch neue hoch. Dafür braucht er zwei Dinge: einen API-Schlüssel und die Adresse des MCP-Servers.

Schritt 1: Schlüssel anlegen

Im Portal unter API-Keys legen Sie einen Schlüssel an. Geben Sie ihm einen Namen wie „Claude Code", wählen Sie die Rechte und die Zugriffsebene, und setzen Sie bei Bedarf ein Tageslimit. Der Schlüssel wird nach dem Anlegen genau einmal vollständig angezeigt. Kopieren Sie ihn sofort.

Wenn Sie den Menüpunkt API-Keys nicht sehen, fehlt Ihnen das Recht dazu. Ein Administrator vergibt es unter Benutzer mit dem Kontrollkästchen „Darf API-Keys erstellen".

Ein Schlüssel gehört Ihnen. Er sieht höchstens, was Sie sehen, und wird gesperrt, sobald Ihr Konto deaktiviert wird.

Schritt 2: Schlüssel sicher ablegen

Der Schlüssel ist ein Passwort. Er gehört nie in den Chat mit dem Agenten und nie in eine Datei, die Sie mit anderen teilen oder in eine Versionsverwaltung wie Git legen. Claude Code hat dafür eine eigene Einstellungsdatei je Benutzer, ähnlich einer .env-Datei. Sie liegt in Ihrem Benutzerordner und wird nicht mit Projekten weitergegeben:

  • Mac und Linux: ~/.claude/settings.json
  • Windows: C:\Users\<Name>\.claude\settings.json

Tragen Sie dort den Block env ein. Gibt es die Datei schon, ergänzen Sie den Block zu den vorhandenen Einträgen:

{
  "env": {
    "AIMORPHA_API_KEY": "rag_live_…"
  }
}

Claude Code liest die Datei bei jedem Start. Wer lieber mit der Shell arbeitet, kann stattdessen export AIMORPHA_API_KEY="rag_live_…" in ~/.zshrc oder ~/.bashrc eintragen. Beide Wege führen zum selben Ergebnis. Eine .env-Datei im Projektordner liest Claude Code dagegen nicht von allein.

Schritt 3: Claude Code verbinden

Die Adresse des MCP-Servers lautet:

https://memory.aimorpha.ai/mcp

Legen Sie im Projektordner, in dem Claude Code den Zugriff haben soll, die Datei .mcp.json an. Sie enthält nur den Platzhalter, nicht den Schlüssel, und darf deshalb auch in Git liegen:

{
  "mcpServers": {
    "aimorpha-memory": {
      "type": "http",
      "url": "https://memory.aimorpha.ai/mcp",
      "headers": { "Authorization": "Bearer ${AIMORPHA_API_KEY}" }
    }
  }
}

Claude Code setzt beim Start den Wert aus Schritt 2 ein. Der Agent selbst bekommt den Schlüssel nie zu sehen.

Dasselbe geht mit einem Befehl im Terminal. Die einfachen Anführungszeichen sind wichtig, damit die Shell den Platzhalter nicht schon beim Eintippen ersetzt:

claude mcp add --transport http aimorpha-memory https://memory.aimorpha.ai/mcp --header 'Authorization: Bearer ${AIMORPHA_API_KEY}'

Prüfen Sie die Verbindung mit /mcp in Claude Code. Das ist die eingebaute Übersicht aller MCP-Server. Dort erscheint „aimorpha-memory" als verbunden, und Sie sehen die Werkzeuge der Wissensdatenbank.

Andere Programme

Jeder MCP-fähige Client funktioniert genauso: Adresse https://memory.aimorpha.ai/mcp, Verbindungsart „HTTP" oder „Streamable HTTP", Kopfzeile Authorization: Bearer … mit dem Schlüssel. In n8n ist das der Knoten „MCP Client", der Schlüssel gehört dort in eine Zugangsdaten-Vorlage vom Typ „Header Auth", nicht in den Knoten selbst.

Programme ohne MCP sprechen die Schnittstelle direkt an. Eine Suche sieht so aus:

curl -X POST https://memory.aimorpha.ai/api/v1/search \
  -H "Authorization: Bearer $AIMORPHA_API_KEY" \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"question": "Wie lange gilt die Garantie?", "top_k": 5}'

Weitere Wege: POST /api/v1/ask für eine fertig formulierte Antwort mit Quellen, GET /api/v1/documents für die Dokumentenliste, POST /api/v1/documents zum Hochladen einer Datei.

Was der Agent kann

WerkzeugWas es tutNötiges Recht
search_knowledgeFundstellen im Bestand nachschlagen, ohne formulierte AntwortSuchen
ask_knowledgeEine Frage stellen und eine belegte Antwort erhaltenFragen beantworten
list_documentsDie sichtbaren Dokumente auflistenSuchen
upload_documentEin Dokument in den Bestand hochladenDokumente hochladen

Der Agent sieht nur Dokumente bis zur Zugriffsebene des Schlüssels und nur die Gruppen, die dem Schlüssel zugeteilt sind. Antworten kommen ausschließlich aus Ihren Dokumenten. Findet der Agent nichts, sagt er das.

Limits und Sicherheit

  • Tageslimit: Haben Sie eines gesetzt, weist Memory nach dem Erreichen weitere Aufrufe bis Mitternacht ab. Bei 80 Prozent bekommen Sie und die Administratoren eine E-Mail.
  • Drossel: Mehr als 120 Aufrufe pro Minute mit demselben Schlüssel werden abgewiesen. Der Agent bekommt dann eine Wartezeit mitgeteilt.
  • Schlüssel verloren oder weitergegeben? Sperren Sie ihn im Portal sofort. Das wirkt in derselben Sekunde. Legen Sie danach einen neuen an.
  • Benutzername und Passwort gehören nicht in den Agenten. Der Schlüssel ist die Anmeldung, und er lässt sich einzeln sperren, ohne dass Ihr Konto betroffen ist.
  • Nie in den Chat. Fragt ein Agent nach dem Schlüssel, geben Sie ihn nicht ein. Er gehört in die Einstellungsdatei aus Schritt 2, der Agent braucht ihn nicht zu kennen.